Mittwoch, 23. April 2014

Keine Angst vor UFOs

Meinen Osterurlaub habe ich unter anderem dafür genutzt, endlich mal zwei UFOs fertigzustellen, die ich schon seit einiger Zeit mit mir rumschleppe.

Nummer 1, ein Hexi Mug Rug, lag jetzt ein knappes Jahr in einer Stoffrestekiste und kuckte mich immer sehr vorwurfsvoll an, wenn ich diese Kiste durchwühlte.


Er war fertig gepatcht, fertig gequiltet, nur beim annähen des Schrägbandes hatte ich einen Bock geschossen. Ich hatte keine Lust zum Trennen und so wurde das Teil zum UFO. Nachdem ich mich nun aber motiviert hatte, das gute Stück fertig zu machen, war es schnell aufgetrennt, noch schneller wieder festgesteppt und die Rückseite hab ich beim fernsehen nebenher von Hand angenäht.
Jetzt darf der Mug Rug auf meinem Schreibtisch wohnen.


Nummer 2, eine Stifterolle, liegt schon länger unfertig rum. Ich glaube, ich habe sie zu Beginn meines Studiums begonnen, bin mir aber nicht 100%ig sicher, ob es nicht doch schon zuvor in der Ausbildung war.... Wie auch immer, sie liegt wenigstens seit Anfang 2008 rum. Ich schäme mich.


Ich weiß gar nicht mehr, warum ich sie nicht fertig gemacht hatte. Der Stoff, schwarzer Samt, fusselt wie verrückt, obwohl damals schon in weiser Voraussicht die einzelnen Stoffstücke versäubert hatte.
Fertig genäht war die Rolle dann in weniger als einer halben Stunde und nun habe ich auch ein neues Zuhause für meine Häkelnadeln, denn eine Stifterolle brauche ich momentan eigentlich nicht :)


Und wenn ich jetzt noch meinen großen Quilt fertig habe, gibt's im Hause Anya keine UFOs mehr!

Freitag, 18. April 2014

Wer kennt ihn noch?

7,5m² Volumenvlies
10m selbstgebügeltes extrabreites Schrägband
7,25m² weiße Baumwolle mit Ornamenten
ein fertiges Patchworktop


Wer errät, wie ich plane, die Ostertage zu verbringen?

Mittwoch, 16. April 2014

Anleitung: Fake-Binding mit Schöne Ecken-Garantie

Ein traditionelles Binding eines Quilts macht zwar viel her, aber leider auch viel Arbeit. Will man es richtig ordentlich haben kommt man kaum drum herum es (zumindest auf der Rückseite) mit der Hand anzunähen. Bei dem großen Quilt, in den wir schon unzählige Arbeitsstunden und noch viel mehr Herzblut gesteckt haben, machen wir es trotzdem gerne. Aber bei kleinen Quiltprojekten wie Tischdeckchen oder Mug Rugs mögen wir es uns dann vielleicht doch gerne etwas einfacher machen, aber schludrig soll es natürlich auch nicht aussehen.
In diesem Fall bietet es sich an, den Stoff für die Rückseite des Quilts einfach etwas größer zuzuschneiden, nach vorne umzuschlagen und so ein Fake-Binding zu kreieren. Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und Anleitungen, die bei mir jedoch hauptsächlich ein Ergebnis hatten: hässliche, unsaubere Ecken.
Ich habe also rumprobiert und die für mich perfekte Methode aus unterschiedlichen Tutorials zusammengebastelt und mag sie gerne mit euch teilen.

Ich nähe hier einen Mug Rug mit euch, ihr könnt so aber auch jeden anderen Quilt fertig stellen.
Alle Bilder lassen sich per Klick vergrößern, dann sind auch Details gut zu erkennen.
Wie ihr seht arbeite ich mit dem Rollschneider, wer keinen hat, kann natürlich auch die Schere nehmen.

Wir brauchen:
ein Bügeleisen
Stecknadeln
eine Schere
einen Rollschneider
ein Lineal
eine Schneidematte
und natürlich unser fertiges Patchworktop
und den Stoff für die Rückseite, rundherum einige Zentimeter größer als das Top


Zuerst wird das Top mit mittig auf die linke Seite des Rückseitenstoffes gelegt. Ich habe hier das Top direkt auf dem Futter gepatcht, wer einzelne Teile hat, legt natürlich zuerst das Vlies und dann das Top auf.


Wer quilten möchte, tut das jetzt :)

Nun schneiden wir den Rückseitenstoff rundherum auf 2cm Überstand ab. Wer gerne ein breiteres Binding haben mag, lässt einfach mehr Stoff stehen. Faustregel: Überstand des Stoffes = gewünschte Breite des Bindings x 2. Unser Binding hier wird also 1cm breit.









Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die einzelnen Lagen mit Stecknadeln fixieren (wer gequiltet hat, braucht das natürlich nicht).














Jetzt klappen wir an einer der langen Seiten den überstehenden Stoff einmal in der Hälfte um, sodass die Schnittkante des Stoffes an der Schnittkante des Tops liegt.
Einmal drüberbügeln.







Jetzt wird die gebügelte Kante auf das Top umgeschlagen und mit Stecknadeln fixiert.

Wir pinnen erstmal nur die linke Hälfte fest, die andere brauchen wir später nochmal.









An der Ecke wird nun der Stoff um 45° gefaltet. Achtet unbedingt darauf, nicht bis ganz an das Top zu falten. Lasst 1-2 mm Platz.

Auch hier einmal drüber bügeln.













Jetzt klappen wir auch an dieser Seite den Rückseitenstoff einmal auf die Hälfte, bügeln drüber,....










....klappen ihn wieder um und stecken ihn fest.




So fahren wir an den nächsten beiden Ecken fort, bis wir an die vierte und letzte Ecke gelangen.









Hier klappen wir jetzt die erste gebügelte Kante wieder auf (deshalb haben wir eben nicht alles festgesteckt) und können nun auch die vierte Ecke genauso wie die drei anderen umfalten, bügeln und feststecken.


Wenn euer Quilt jetzt ähnlich krumpelig und wellig aussieht wie meiner, habt keine Sorge. Das liegt an den Stecknadeln.




Jetzt nähen wir einmal knapp an des Kante des Bindings entlang. Achtet darauf, dass ihr die Ecken mit erwischt.


Und zieht natürlich die Stecknadeln aus dem Stoff, kurz bevor ihr drüber näht ;)









Et voilà, fertig ist das Fake-Binding mit perfekt ausgeformten Ecken!

Von vorne:

Und von der Rückseite:




Jetzt nur noch den Mug Rug auf den Tisch legen, einen Kaffee kochen und freuen!
In der Zeit, die ihr im Gegensatz zum richtigen Binding gespart habt, könnt ihr direkt noch einen Mug Rug nähen :)

Freitag, 11. April 2014

Nützlich und hübsch

Oft sind beim Stricken Maschenmarkierer unerlässlich. Die kann man entweder (in hässlich) im Handarbeitsgeschäft kaufen oder sich (in hübsch) beim Weihnachtswichteln schenken lassen.
Leider sind bis auf die kleine Fledermaus mittlerweile alle geschenkten Maschenmarkierer verschütt gegangen (Hauptverdächtige: die Minimiez) und saisonbedingt ist Weihnachtswichteln gerade nicht möglich. Also habe ich zur dritten Variante gegriffen: selber machen!

Mit dem tollen Tutorial von Selene war das ein Kinderspiel.






Dienstag, 1. April 2014

In freier Wildbahn


Überhaupt nicht ängstlich war dieser kleine Bursche, der sich dicht neben dem Wanderweg sein Futter suchte. Es lohnt, in der Natur die Kamera griffbereit zu halten.